|
Was
wir Heimat nannten,
war nicht das Dorf so sehr,
nicht
all die Bekannten,
Heimat,
das ist mehr!
Da
war der Glocke Ton, der über’s Dörflein klang,
wenn
in die Dämmerung ein Arbeitstag versank!
Im
Hof der Fliederbaum, das bunte Blumenbeet,
der
Apfelbaum im Garten,
alles
liebevoll gehegt.
Da
war das Schwalbenpaar, wie es zum Nest hinflog,
wenn
abends staubbedeckt die Herde heimwärts zog.
Und
an den Reben hingen die Trauben rot und gelb;
im
heißen Sonnenwind wog das Ährenfeld.
Und
weil dies alles Heimat ist, alles, was wir lieben,
ist
vom Herzen uns ein Stück dort im
Banat
geblieben!
Der
Sturm der Zeit hat vieles uns zerstört;
man
hat uns weggenommen,
was unseren Ahnen schon gehört!
Verschleppt
und verbannt, mußten Leid wir erfahren,
zur
Fremde war die Heimat in vielen schweren Jahren!
Die
Schmerzen sind – Gott sei’s gedankt –
so
nach und nach verklungen,
was
lieb und teuer uns dort war,
lebt
in Erinnerungen!
Im
Lande unser Ahnen wollen wir Wurzel fassen.
Mit
Dank bleiben treu wir dir,
Dich
wollen wir nie verlassen.
Mein
deutsches
Land
, wir lieben dich,
nichts
wird uns hier vertreiben,
wenn
auch ein Tropfen Herzblut
dort
im Banat wir bleiben.
|